Bei Temperaturen über 46°C werden nahezu alle Biomoleküle der Zellen betroffen und die Zelle stirbt direkt an den Folgen der Überhitzung. Die Zelltrümmer werden anschließend vom Körper selbst auf natürlichem Wege abgebaut. Die freigewordenen Nanopartikel werden entweder von umliegenden, noch intakten Tumorzellen aufgenommen oder ebenfalls von Makrophagen (Fresszellen) abtransportiert. Die nicht mehr benötigten Nanopartikel werden in der Milz und der Leber gespeichert. Dort werden sie in einem langsamen Prozess abgebaut und dem Körper für den Eisenstoffwechsel zur Verfügung gestellt.
Schonung des gesunden Gewebes
Das Prinzip der Methode ist die direkte, minimal-invasive Einbringung magnetischer Nanopartikel in den Tumor und ihre anschließende Erwärmung in einem magnetischen Wechselfeld. Bei den Nanopartikeln handelt es sich um sehr kleine, in Flüssigkeit gelöste Teilchen aus Eisenoxid mit einem Durchmesser von etwa 20 Nanometer (inklusive der Hülle). Die Partikel werden durch ein Magnetfeld, welches bis zu 100.000 Mal in der Sekunde seine Polarität wechselt, in Schwingung versetzt und erzeugen dadurch Wärme.
Mit dieser Technik ist man in der Lage, den Tumor von innen heraus zu bekämpfen. Die Teilchen gelangen durch ihre Applikation direkt in den Tumor und durch ihre besonderen Beschichtungen in die Tumorzellen. Sie verbleiben aufgrund dieser Hüllgestaltung im Tumor und werden nicht wieder heraus geschleust, so dass sich die Behandlung nur auf das Tumorgewebe beschränkt. Umgebendes gesundes Gewebe wird geschont.







