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Die kurzfristigen Vorhaben im Bereich der Nanopartikelforschung umfassen zum einen die Entwicklung neuartiger magnetischer Nanopartikel mit einer erhöhten Wärmeentwicklung im magnetischen Wechselfeld und zum anderen die Optimierung der Primärbeschichtung der Nanopartikel für eine erhöhte Depotstabilität im Tumorgewebe. Beide Entwicklungen sollen den Behandlungserfolg signifikant erhöhen und dabei die Belastung für den Patienten weiter verringern.

Die langfristigen Forschungsbestreben der MagForce im Bereich der Nanopartikel haben zum Ziel die Anpassung der Nano-Krebs®-Therapie an eine systemische Applikation. Das bedeutet, die Nanopartikel sollen zukünftig interventionell eingebracht werden und anschließend selbständig den Weg zum Tumor finden können. Neben der Entwicklung von "intelligenten" Nanopartikel, forscht die MagForce auch seit längerem an einer Medikamentenankopplung (Drug delivery) bei den Eisenoxid-Teilchen. Diese könnten Chemotherapeutika direkt in den Tumor einschleusen und erst dort freilassen. So könnten die schädlichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie reduziert werden, da die giftige Fracht nicht durch den gesamten Körper gehen muss bis sie ihr Ziel erreicht.

EU-Projekt "MediTrans: Targeted Delivery of Nanomedicine"

MediTrans ist ein Projekt des 6. Rahmenprogramms der Europäischen Kommission. In diesem engagiert sich ein Konsortium von 30 Partnern aus 12 Ländern. Neben 16 universitären Partner, hier primär aus Deutschland und den Niederlanden, sind ebenso 14 Unternehmen an dem Projekt beteiligt, darunter Bayer Schering Pharma, Philips und auch die MagForce.

Das Hauptziel des Projekts ist die Entwicklung von Nanopartikeln für ein spezifisches "Delivery" in erkranktes Gewebe, sei es zu diagnostischen oder therapeutischen Zwecken. Der Beitrag der MagForce bei diesem Vorhaben ist die bereits oben genannte Entwicklung von Nanopartikel die nach der Einbringung in den Blutkreislauf selbständig den Weg ins Tumorgewebe finden können.

Das Projekt hat offiziell am 01.01.2007 begonnen und soll insgesamt über vier Jahre laufen. Es werden insgesamt 16 Millionen Euro für die Forschung aufgewendet, davon werden 11 Millionen Euro als Zuschuss der Europäischen Kommission geleistet.

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