Intelligente Tumorfindung und Einbringung gekoppelter Medikamente

Die kurzfristigen Vorhaben im Bereich der Nanopartikelforschung umfassen zum einen die Entwicklung neuartiger magnetischer Nanopartikel mit einer erhöhten Wärmeentwicklung im magnetischen Wechselfeld und zum anderen die Optimierung der Primärbeschichtung der Nanopartikel für eine erhöhte Depotstabilität im Tumorgewebe. Beide Entwicklungen sollen den Behandlungserfolg signifikant erhöhen und dabei die Belastung für den Patienten weiter verringern.

Die langfristigen Forschungsbestreben der MagForce im Bereich der Nanopartikel haben zum Ziel die Anpassung der NanoTherm® Therapie an eine systemische Applikation. Das bedeutet, die Nanopartikel sollen zukünftig interventionell eingebracht werden und anschließend selbständig den Weg zum Tumor finden können. Neben der Entwicklung von "intelligenten" Nanopartikel, forscht die MagForce auch seit längerem an einer Medikamentenankopplung (Drug delivery) bei den Eisenoxid-Teilchen. Diese könnten Chemotherapeutika direkt in den Tumor einschleusen und erst dort freilassen. So könnten die schädlichen Nebenwirkungen einer Chemotherapie reduziert werden, da die giftige Fracht nicht durch den gesamten Körper gehen muss bis sie ihr Ziel erreicht.